Schule und Unterricht

Im Mittelalter brauchten die meisten Menschen vergleichsweise wenig zu lernen, nicht einmal lesen und schreiben. Dafür bestand keine Notwendigkeit.
Schon kleine Kinder wurden in die tägliche Arbeit einbezogen. Entweder passten sie auf kleinere Geschwister auf oder hüteten das Vieh.
In der Lehre wurde alles Notwendige mündlich überliefert und auswendig gelernt. Viel mehr Wert wurde auf das handwerkliche Geschick gelegt.


Die Geistlichen in den Klöstern und Kirchen aber benötigten mehr Bildung. Sie mussten lesen und schreiben können. Schulen wurden daher nur (bis zum 17. Jahrhundert) von den Kirchen gegründet und unterhalten. Nur besonders ausgesuchte, intelligente Kinder erhielten die Möglichkeit des Besuchs einer solchen Schule. Damit war der Lebensweg dieser Kinder aber auch vorgegeben: Sie sollten entweder Priester werden oder als Nonne oder Mönch in Klöstern leben und arbeiten.

So sah ein Klassenzimmer im Mittelalter aus. Die Schüler saßen dicht gedrängt, einige sogar auf dem Fußboden. Hühner und Tauben liefen und flatterten umher. Prügelstrafe war an der Tagesordnung. Die Schüler schrieben mit Griffeln auf Wachstafeln. Bei Fehlern drohten Strafen.

Der Unterricht lief folgendermaßen ab: Der Lehrer las oder sprach vor und die Schüler wiederholten es so lange, bis sie es auswendig konnten. Zudem wurde das Abschreiben geübt, denn das war eine der hauptsächlichen Aufgaben in den Klöstern: Das Abschreiben und damit Vervielfältigen der Bibel.

Auf der unteren Bildhälfte seht ihr, dass die Schüler damals schon Unsinn während des Unterrichts trieben. Das hat sich bis heute nicht geändert.

Die erste deutsche Universität wurde 1348 in Prag, der heutigen Hauptstadt der Tschechei, gegründet.

Schaut mal auf der Europakarte nach, wo Prag liegt!