2000
 Befragung zur Gewalt

Eine tolle Geschichte!

Junge wäre im Schlammteich fast ertrunken
Von MICHAEL BAUS
Lünen - "Mein Junge wäre ertrunken, wenn sein Freund kein Handy dabei gehabt hätte". Noch immer ist der Vater fassungslos darüber, was gewalttätige Jugendliche seinem 13-jährigen Sohn am Freitag angetan haben. Der Junge war gegen 19 Uhr mit seinem Freund auf einem Radweg zwischen Sonnenweg und Autobahn in Lünen-Süd unterwegs, als sie von fünf älteren Jugendlichen überfallen wurden. "Sie haben auf meinen Sohn eingeschlagen, ihn durch das Gelände gezerrt und dann mit dem Fahrrad in den Schlammteich der früheren Zeche Gneisenau geworfen", berichtet der entsetzte Vater. Die Schlammteiche befinden sich hinter der Autobahn in Dortmund Derne und sind mit hohen Spundbohlen versehen. "Darin kann man nicht stehen, das Wasser ist zu tief. Mein Sohn kam alleine nicht heraus, konnte sich nur an einem Vorsprung der Spundbohlen festhalten", so der Vater. Der Freund seines Kindes hatte aber geschaltet und ihn mit seinem Handy alarmiert. "Ich bin dann sofort mit meiner Frau raus, nach 20 Minuten hatten wir ihn gefunden und konnten ihn aus dem Wasser ziehen". Der Junge trug Schürfwunden und Prellungen davon. Sein Vater alarmierte die Polizei und erstattete Anzeige wegen schwerer Körperverletzung und Nötigung.
Zitat eines aktuellen Berichts vom 3.9.00,  frisch aus dem Internet  © Westline

Angst vor Konsequenzen
Wurf ins Klärbecken war erfunden

Dortmund/Lünen (ibö) - Für große, landesweite Aufregung sorgte Anfang der Woche der Überfall auf einen 13-jährigen Lüner. Der Junge hatte behauptet, während eines Ausflugs mit seinem gleichaltrigen Freund von fünf Jugendlichen angegriffen, durch eine Wiese gezerrt und schließlich in Klärbecken in Dortmund-Derne geworfen worden zu sein. Nur die mit Hilfe eines Handys alarmierten Eltern konnten den Sohn aus dem Becken befreien. Die Eltern und die beiden 13-Jährigen erstatteten Anzeige. Doch die Polizei hatte Zweifel an der Version der Geschichte. Nach erneuten Vernehmungen am Freitag ließen die Jungen von der bisher hartnäckig behaupteten Version ab. Wahr ist: Sie waren während einer Fahrradtour in der Nähe der Klärbecken geradelt. Dabei war der 13-Jährige samt Rad ins Becken gestürzt. Den Drahtesel konnte der Freund herausangeln, nicht aber den Jungen. Aus Angst vor möglichen Konsequenzen kam die erfundene Geschichte zustande.
© Ruhr Nachrichten vom 9.9.00


 

Ich war mit einem Freund in der Disco. Mein Freund hatte eine alte Freundin wieder getroffen und sich mit ihr unterhalten. Der jetzige Freund von diesem Mädchen wurde sauer, weil er dachte, dass mein Freund seine Freundin anmacht. Er sprang auf und schlug zu. Daraufhin mischte ich mich ein und sagte ihm, er soll meinen Freund in Ruhe lassen. Kaum hatte ich das gesagt, kam ein anderer und schubste mich weg. Als ich mich wehren wollte waren auch schon die Securities da und es hat sich alles geklärt.
Bruno K.
 
Körperliche Gewalt  An einem Freitag in diesem Jahr war ich mit meiner Cousine und einigen Freunden im Come In. Umso später es wurde, umso betrunkener wurden die Gäste. Jemand, den wir aus dem Come In kannten, war an diesem Abend sehr gewaltbereit. Daher kam es wie es kommen musste, er stritt sich mit zwei, für mich fremden Gästen. Eilig gingen sie nach draußen. Freunde von mir wussten sofort was los war und folgten ihnen. So neugierig wie ich bin, ging auch ich hinterher. Die drei Streitenden prügelten sich, währenddessen meine Freunde versuchten, sie auseinander zu bringen. Der Bekannte hatte fürchterliches Nasenbluten. Die anderen beiden verschwanden. Die Freunde von mir versuchten ihn zu beruhigen, da er immer noch sehr aufgebracht schien. Tja, diese Auseinandersetzung hatte blutige Folgen, obwohl sie nicht lange dauerte. Nadine M. Gewalt auf Lanstroper Straßen  Als ich mit ein paar Freunden durch die Gegend gezogen bin, sind wir einmal durch ganz Lanstrop gegangen. Ein paar Tage zuvor hatte ich mir in der City eine neue Fila-Jacke gekauft. Es war mir zwar bewusst, dass in Lanstrop fast nur schlimme Buben rumlaufen. Trotzdem hatte ich mir meine neue Jacke angezogen. Und wie es nicht anders zu erwarten war, haben ca. 6 Leute versucht, mir meine Jacke zu stehlen, während ich sie an hatte. Ich bin ganz schnell ins nächste Geschäft gegangen um keinen Stress zu bekommen.  Patrick K.

 

Schläger in der U-Bahn  Ich saß mit meinem Freund in der U-Bahn in Richtung Dortmund City. Dort wurden wir Zeugen, wie ein Junge, aus uns unbekannten Gründen, zusammengetreten wurde. Da wir nicht die geringste Chance gegen die ,,Schläger´´ gehabt hätten, konnten wir leider keine Hilfe leisten.   Paul M.


Meine erste Begegnung mit Gewalt   Meine erste bewusste Begegnung mit Gewalt war folgendermaßen: Wir waren zum Geburtstag meines Onkel eingeladen, ich war damals ca. 5 Jahre alt. Uns war es langweilig und wir fragten, ob wir einen Videofilm gucken durften. Mein Onkel erlaubte es uns und weil er die Kinder-Filme gerade im Bus liegen hatte, schob er einen Bud Spencer und Terence Hill Film in den Video-Recorder. Der Film gefiel uns ganz gut, aber am besten fanden wir die Schlägereien, die alle 5 Minuten kamen.  Sascha B. B-)
  Meine Erfahrung mit Gewalt   Letztens habe ich von einem Zusammenstoß von zwei jungen Türken und einem Bekannten gehört: Nachdem sich der Bekannte in der Innenstadt von Dortmund nach neuen Anziehsachen umgeschaut hatte, fuhr er alleine nach Hause, ohne zu merken, dass zwei Türken ihn verfolgten. Sie stiegen in die gleiche Bahn ein. An seiner Haltestelle, an der er ausstieg, folgten ihm die Beiden bis in eine enge Gasse, in der sie ihn dann ansprachen. Zuerst verlangten sie nur seine Uhr und das Geld, doch er weigerte sich und sie schlugen auf ihn ein und bestahlen ihn. Er trug keine schweren Verletzungen davon, sah jedoch seine Wertsachen nie wieder! Ralf S.
  Letztes Jahr, als ich mit meinen Kollegen auf der Kirmes war, sah ich eine Schlägerei zwischen Türken und Deutschen. Es war ziemlich schlimm als ich das angesehen hatte. Einige lagen blutend auf dem Boden. Es war schon ziemlich heftig und ich hielt recht großen Abstand, weil ich eigentlich auch etwas Schiss hatte, einen aufs Maul zu bekommen. Einige waren da auch mit Messern und Baseballschlägern zu Gange. Nach ca. 25 Minuten kam die Polizei und der Krankenwagen und kümmerten sich um die Leute. Als alles zu Ende war, fuhr ich dann auch schon mit meinen Kollegen nach Hause.  M. N.  
Meine Erfahrung mit Gewalt  Ich hatte in der Schule eine Begegnung mit Gewalt: In unserer Klasse war früher ein Junge, der von allen fertig gemacht wurde. Er war nicht ab der 5. Klasse bei uns, er kam erst in der 8. Klasse. Egal was er machte, alles war falsch. Er hatte in den Stunden nur Mist gemacht, daraufhin wurde er dann von einigen verbal und körperlich angegriffen. Er war irgendwann so fertig, dass er Mist machte, um den anderen Mitschülern zu zeigen wie cool er ist, in der Hoffnung, dass ihn die anderen dann doch mögen. Es ging so weit, dass er immer schlimmere Sachen machte, wie z.B. Klauen, die Schule anstecken, usw. Letztendlich flog er von der Schule.  Michael S.   Gewaltbericht   Ich saß mit ein paar Freunden in der Straßenbahn Richtung Innenstadt. An einer Haltestelle stieg ein ungefähr 17-jähriger Junge ein, der einen ungefähr 14-jährigen an seiner Jacke gezogen hat und in von seinem Sitzplatz riss. Der 14-jährige hat nun den 17-jährigen gefragt, warum er dieses gemacht hat. Dann hat der 17-jährige dem kleineren eine Backpfeife gegeben und sie waren kurz davor sich zu kloppen. Andere ältere Leute, die fast daneben saßen, haben nichts gemacht und haben entweder nichts gesagt oder weggeguckt. Der Bahnfahrer hat es gesehen, hat aber keinen von ihnen aus der Bahn geworfen.   Manuel S.
Etwa vor einer Woche ging ich auf der Strasse auf dem Weg nach Hause. Ich rauchte mir eine Zigarette, weil es noch ein paar Meter bis zu mir waren. Es war schon 22 Uhr und es wurde langsam dunkel. Hinter mir hörte ich ein Pfeifen. Ich drehte mich um und ein Türke stand vor mir. Er fragt mich: ,,Hast du Kippe?" Darauf erwiderte ich: ,,Nein, ist meine Letzte." Er wollte es mir nicht glauben und forderte mich auf meine Taschen zu leeren. Ich guck in mir an und sagte: ,,Was willst du von mir, geh mal weg." Auf einmal schubst er mich nach hinten. Ich nur noch voller Wut auf ihn gestürzt und gebe ihm einen Schlag ins Gesicht. Er war voll überrascht, dass ich ihn sofort angriff und ging deshalb weg. Ich sah ihm hinterher, weil er vielleicht einen holen würde, doch er ging nur weg. Also ging ich auch nach Hause. A. S.
Es war geplant, dass die Russen aus Scharnhorst um 3 Uhr zum Park kommen sollten. 15 Husener wollten sich gegen 30 von denen prügeln. Doch es kam alles ganz anders. Die Russen kamen um 4 Uhr und waren auf einmal 50 Mann stark. Einer der Husener rief sofort die Polizei, weil die Russen Pistolen mit hatten, dass konnte man sehen, weil einer der Russen im seinem Wagen die Pistole vor unseren Augen geladen hat. Als dann endlich die Polizei kam, mit zwei Bulli`s, einem normalen Auto und einem Zivil-Auto, waren die meisten froh. Die Polizei hat dann die Autos durchsucht und die meisten der Russen festgenommen. Trotzdem konnten einige der Russen verschwinden. Nach der Durchsuchung hatte die Polizei von denen insgesamt einige Schlagringe, einige Baseballschläger, einige Eisenrohre, 9 Pistolen und 1 Uzi eingesammelt. Um 5Uhr war alles vorbei. Andreas P.

Gewalt!   Das erste Mal habe ich Gewalt bewusst erlebt, als ich vor 4 Jahren nach Eving gezogen bin. Ich bin irgendwann mal mit meiner Schwester und ein paar Freundinnen durchs Dorf gelaufen und dann kamen ein paar Mädchen, die hinter uns herliefen und uns beschimpften. Sie ließen Sprüche los wie z.B.: Was macht ihr hier, ihr Schlampen. Ich hab mir nur gedacht, dass ich mich besser nicht umdrehe, damit sie nicht noch mehr Sprüche ablassen. Meine Schwester hat sich umgedreht und eins der Mädchen hat sie angespuckt. Dann sind wir ganz normal weiter gegangen und irgendwann sind die Mädchen abgehauen.  Daniela S.

Als ich ein Mal mit ein paar Freunden in einer Disco war, wollte sich einer eine Zigarette schnorren. Doch ich wollte ihm keine geben, denn ich hatte schon genug abgegeben und außerdem kannte ich ihn gar nicht. Allerdings meinte er, dass ich ihm eine geben sollte. So wollte er Streit mit mir anfangen. Dies versuchte er durch Beleidigungen. Aber ich hatte an diesem Abend überhaupt keine Lust mich zu boxen, da ich ziemlich müde war und so reagierte ich gar nicht darauf. Da Beleidigungen nicht wirkten, versuchte er mich durch eine Kopfnuss und eine Backpfeife zu provozieren, dass hätte auch fast geklappt, wenn ich nicht so fertig gewesen wäre und nicht auch schon ein paar gemeinsame Freunde dazwischen gegangen wären. So ist diese Auseinandersetzung doch noch relativ friedlich beendet worden.  Bastian F.

Es war vor ca. 4-5 Jahren   Ich und mein Freund gingen nach einer Aufführung, die um ca. 19 Uhr begann, nach Hause. Plötzlich sahen wir, wie vier Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren sich um einen kleinen Jungen versammelten und ihn richtig hart zusammenschlugen. Als sie dann weg waren, wollten wir uns den Jungen ansehen um ihm zu helfen und eventuell Hilfe holen. Doch als wir gerade zwei Meter vor ihm waren, kamen die Jugendlichen zurück. Wir hatten solche Angst bekommen, dass wir so schnell wie möglich abhauten. Seitdem dies passiert ist, helfe ich niemandem mehr, der gerade verkloppt wird, weil ich finde, dass man sich selbst in eine sehr grosse Gefahr bringt.   Artur M.
An einem Nachmittag wollte ich zu meinem Freund fahren um mit ihm Computer zu spielen. Auf dem Hinweg sah ich zwei Männer, die auf einen Mann zu gingen und ihn beschimpften. Sie schubsten ihn hin und her. Einer von den beiden Männern schlug ihm ins Gesicht und der Mann flog zu Boden. Er blutete aus der Lippe. Die anderen beiden Männer schrieen ihn an, dass er gefälligst die Mädchen in Ruhe lassen solle. Der Mann auf dem Boden erwiderte, dass er nichts gemacht habe, daraufhin trat ein Mann ihm ins Gesicht. Der Mann auf dem Boden wollte per Handy die Polizei rufen, aber der andere Mann nahm ihm das Handy weg und warf es gegen eine Wand. Der Mann auf den Boden wollte aufstehen und weglaufen, aber die Männer hielten ihn fest und einer der beiden schlug ihm in den Magen und ins Gesicht. (Ich vermutete die beiden Männer waren betrunken!) Der Mann fiel wieder zu Boden, daraufhin traten die beiden Männer ihm ins Gesicht. Etwas später rannten die beiden Männer weg und dem Mann, der zusammengeschlagen wurde hat niemand geholfen.  Stefan S. Gewalt   Vor ca. drei Monaten traf ich mich mit einem Freund an der Max-Born-Realschule um dort Basketball zu spielen. Auf dem Weg sahen wir schon von weitem ca. 10 Jugendliche auf dem Rasen sitzen. Drei von denen setzten sich ab und kamen auf uns zu. Sie traten auf uns ein. Wir fragten daraufhin was dies solle, wir haben doch nichts gemacht. Doch sie hörten nicht auf und schubsten und stießen uns weiter zur Seite. Dann fragten sie uns noch nach unserem Namen und ob wir Ausländer wären. Als wir darauf mit nein antworteten, sagten sie: Glück gehabt. Zum Schluss fragten sie uns ob wir rechtsradikal wären, als wir wieder mit nein antworteten, sagten sie enttäuscht schade und ließen uns gehen. Was hätten die wohl mit uns gemacht, wenn wir Ausländer oder rechtradikal gewesen wären. Schließlich waren wir erst mal geschockt und hatten keine Lust mehr auf Basketball. Patrick Z.
Gewalt  Ich finde, Gewalt ist eine sehr schlimme Sache. Am schlimmsten ist die körperliche und seelische Gewalt. Bei der körperlichen Gewalt kann man einem schwere Verletzungen zufügen. Bei der psychischen Gewalt kann man einen auch schwer verletzen. Zwar nicht mit Prügeln und anderem, aber mit Worten und ähnlichem. Verbale Gewalt benutzt doch heute fast jeder. Dabei benutzt man Ausdrücke wie Arschloch, Hurensohn und weiteres. Ich selbst hatte auch schon Kontakt mit körperlicher Gewalt. Ich habe mich mit jemandem gezankt und erst verbale Gewalt benutzt. Doch dann gingen wir aufeinander los und verbale Gewalt wurde zur körperlichen. Das war aber auch nur dieses eine Mal, dass ich mit körperlichen Gewalt in Kontakt kam. Mit verbaler Gewalt und Gewalt an Gegenständen kam ich auch in Kontakt. Verbale Gewalt ist doch sozusagen heute schon Umgangssprache. Als ich einmal mit meinem Freund in der Dortmunder Innenstadt war, wollten wir uns ein paar Videospiele besorgen. Als wir in der Nähe der Kampstraße in Richtung Reinoldikirche gingen, kamen uns fünf Türken entgegen. Wir haben diese kurz angeguckt und gingen weiter, doch diese haben sofort gesagt: "Guck nisch so blöd du fetter Hurensohn, sonst mach isch disch vertisch." Mein Freund und ich sind gar nicht darauf eingegangen und gingen einfach weiter. Falls sie uns doch angegriffen hätten, hätten wir uns aber verteidigen können, da wir beide Kampfsport machen. Ich finde, am meisten benutzen die Türken Gewalt. Doch auch die Deutschen sind nicht besser. Man sieht es ja an den Polizeimorden und den Entführungen der Kinder. Benjamin Z.

Gewalt an der Schule
Heutzutage ist es an Schulen Alltag mit Schimpfworten umzugehen.
Bereits die Unterstufen benutzen Schimpfworte, wie:

Dummer Russe
Alte Sau
Wichser
Fixer
Arschloch
Hurensohn
Hurenbock
Schwule Sau
Arschkriecher

Diese und noch viele andere Wörter sind an unseren Schulen Alltagssprache.
Das ist "verbale" Gewalt und kann genauso beleidigend wirken, wie Gewalt an Gegenständen.
Auch wenn es noch andere Arten von Gewalt gibt, passieren diese nicht so oft an der Schule.

Gewalt!   In meiner alten Klasse auf dem Gymnasium war eine Schülerin, die von allen ihren Klassenkameraden fertig gemacht worden ist. Sie wurde mit allen möglichen Wörtern, wie z.B.: Miststück, Schlampe und so weiter beschimpft. Außerdem wurde sie nieder gemacht, mit Sprüchen wie: "Du bist zu nichts zu gebrauchen!", "Du bist nichts!", und "Was willst du überhaupt hier, das ist keine Behindertenschule!". Sie wurde rumgeschubst und mit Papierkügelchen beschmissen. Ihre Sachen wurden durch die Gegend geschmissen und Ähnliches wurde mit ihr gemacht! Es ging soweit, dass sie nach dem 6. Schuljahr die Klasse wechselte. Ich muss zugeben, dass ich sie auch mit Papierkügelchen beschmissen habe und sie auch etwas geärgert habe, aber es hielt sich in Grenzen. Im Nachhinein denke ich, dass es falsch war mitzumachen, auch wenn es nur ein bisschen war, dennoch kann jedes bisschen verletzend sein. Aber Kinder lassen sich mitziehen und sind direkt und somit grausam, denn irgendwie will keiner alleine stehen, aber ich denke so ein Tief, vielleicht nicht so schlimm, kann auf jeden zukommen!!! Jeanette Z.

 

Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln  An einem Dienstag Mittag bin ich mit einem Freund mit der S-Bahn in die Stadt gefahren. Nachdem wir in den Waggon gestiegen waren, sahen wir zwei angetrunkene Männer. Nachdem der Schaffner alle kontrolliert hatte und die beiden jeweils 60 DM zahlen mussten, fingen sie an zu streiten. Man hörte, dass es irgendwas mit der Bahnkarte zu tun hatte. Sie begannen sich zu prügeln. Viele Leute guckten sich an und sie ließen sich aber nicht stören. Nach 5 min. hatte der Schaffner irgendetwas bemerkt und ging zu den beiden Herren und forderte sie auf, die Bahn zu verlassen, da sie die anderen Bahnfahrgäste störten. Dies wollten sie nicht. Da bestellte der Schaffner irgendwelche Security-Männer, die am nächsten Bahnsteig warteten um die beiden Männer aus der Bahn zu holen. Nachdem diese rausgezerrt wurden, hat man noch gesehen, dass sie die Security Männer geschlagen haben. Mehr konnte man nicht sehen, da die Bahn weiterfuhr. Martin Litschke

Gewalt  Gewalt ist in unserer Zeit keine Seltenheit. Leider, aber es gibt nirgendwo einen Ort wo man heutzutage nicht mit Gewalt in Konflikte kommt. Nicht nur die Erwachsenen klären heute alles nur mit Gewalt, nein auch die Kinder werden heute richtig auf Gewalt trainiert. Daran sind nicht nur unsere Mitmenschen schuld. Alles was der Mensch tut, hat damit zu tun. Ich meine jetzt nicht nur die Kriege, die Aufstände, oder die Stürme von Hooligans. Die Gewalt fängt im Fernsehen an. Heute ist auch schon in den meisten Zeichentrickfilmen Gewalt und da wundert es mich nicht, wenn die heutige Jugend immer mit Gewalt antwortet, anstatt Konflikte auf andere Art und Weise zu klären. Patrick K.

Meine letzte Erfahrung mit körperlicher Gewalt  Am Mittwoch, den 14. 05. 2000 prügelten sich zwei Schüler aus unserer Klasse. Wir hatten bei Herrn H. Unterricht, der aber noch etwas für die Abschlussfeier vorbereiten musste. Wir saßen also in der Klasse und unterhielten uns ruhig. Auf einmal fing E. an über L. herzuziehen. L. ließ sich das nicht gefallen und lästerte über E.. Das ging dann erst einmal eine Zeit so weiter, bis es E. reichte. Nun stand er auf, stellte sich vor L. und machte weiter. E. dachte, dass er jetzt in Ruhe über L. herziehen könnte, weil er größer und stärker als L. ist. L. ließ sich das aber nicht gefallen und machte weiter. E. schlug ihn und L. wehrte sich. Nun kloppten sich die beiden bis M. dazwischen kam und die beiden trennte. Danach ging E. alleine auf seinen Platz und blieb dort und ließ L. in Ruhe.  Max V.

Gewalt beim Fußball
An einem Samstag im letzten Jahr war ich mit einigen Freunden im Stadion. Es spielte Borussia gegen Berlin. Nach dem Spiel wollten wir noch in die Stadt. Also nahmen wir nach Spielschluss die Straßenbahn vom Stadion zum Hauptbahnhof. In der Bahn waren eine ganze Menge Fans des BVB und einige aus Berlin. Weil der BVB das Spiel gewonnen hatte, machten sich ein paar BVB-Fans über die Berliner lustig. Da einige Dortmunder und auch die Berliner wohl schon einiges getrunken hatten, kam es sehr schnell zu einer Schlägerei. Das eigentlich gewalttätige war, dass man einen Berliner mit 2-3 Leuten festhielt, während ein anderer immer wieder auf diesen einschlug. Es traute sich wegen dieser unheimlichen Brutalität auch keiner der anderen Fahrgäste einzugreifen. Nachdem der Straßenbahnfahrer über Funk die Polizei gerufen hatte, wurden die Fans an der nächsten Haltestelle aus der Bahn geholt. Zwei von ihnen bluteten ziemlich stark und mussten ins Krankenhaus. Da haben wir das erste Mal gesehen, wie schnell man in eine solche Situation kommen kann und wie schwer es ist, da nicht mit hineingezogen zu werden.
 Verena S.

Auch ich bin schon einmal Gewalt begegnet. Ein gutes Beispiel dafür ist folgende Situation: Ich, mein Cousin und ein Freund waren in der Stadt und warteten auf die S-Bahn. Plötzlich hörten wir einen lauten Knall. Wenige Sekunden danach kamen drei Betrunkene auf uns zu gerannt, wobei einer von ihnen uns anbrüllte. Zu meinem Cousin sagte er mit fester Stimme, gib die Knarre her. Wir waren total geschockt und er schrie dann wahnsinnig rum, gib die scheiß Knarre her. Dann zog er meinen Cousin an der Jacke, so als wolle er etwas aus der Tasche holen. Als er da nichts fand schlug er meinem Cousin plötzlich ins Gesicht. Ich wollte etwas sagen, doch dann schrie er mich auf einmal an:" Du hast sie ...Halt dich daraus!" Ich war voll geschockt, worauf er dann ein paar Schritte zurück ging und wirres Zeug redete. Er murmelte irgend etwas vor sich hin. Dann winkte er seinen Kollegen zu, die immer noch wie versteinert vor uns standen. Dann rannten sie weg. Es war wie in einem Traum, wir konnten es nicht fassen. Es standen mehrere Leute um uns herum und alle haben weggesehen. Auf dem Nachhauseweg, sah uns keiner von den Leuten in der Bahn mehr an, einige wechselten sogar das Abteil, als wenn wir irgend etwas Schlimmes getan hätten.  Kai Uwe H.

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