2000
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13. 06. 2000 |
Entschluss an den Netd@ys 2000 teil zu nehmen. Erste Projektideen, Erfahrung mit Gewalt, physische, körperliche verbale Gewalt, Gewalt an Gegenständen, Gewaltverhinderung. Allgemeine Begriffsbestimmungen. | ||||||
14. 06. 2000 |
Brainstorming, verbale Gewalt, Schimpfwörter, Gedanken über die Struktur der Gewalt. | ||||||
Projektpartner |
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15. 08. 2000 |
Anfang der Entwicklung des Fragebogens zum Thema Gewalt mit dem Statistikprogramm: GrafStat 2000! | ||||||
17. 08. 2000 |
Gewalt aus Fernsehen und Zeitung herausschreiben. Gewaltberichte erstellen und berichtigen. Gewaltberichte in HTML umwandeln, Gewaltberichte in Medien sammeln, Zeitungsüberschriften ausschneiden. | ||||||
22. 08. 2000 |
Wo findet Gewalt statt?
Warum findet Gewalt statt? Wir überarbeiten den Fragebogen zum Thema
Gewalt. Hausaufgabe: Gewaltspiele und Spiele, die nicht gewalttätig sind, sammeln und kurz benennen und beschreiben. |
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24. 08. 2000 |
Wir haben uns über die Auswirkungen der Gewalt durch Fernsehen, Computer usw. auf Kinder unterhalten. | ||||||
28. 08. 2000 |
Erweiterung des Fragebogens. | ||||||
29. 08. 2000 |
Wir entwickeln eine Liste mit Gewaltwörtern von A - Z und erweitern den Fragebogen. | ||||||
31. 08. 2000 |
Ende des Fragebogens, es wurde alles korrigiert und für das Internet in HTML-Code umgewandelt, der Gewalttext wurde auch erweitert. Wir haben beschlossen, das Netd@ys-Logo auf allen Internetseiten an gleicher Stelle zu haben. | ||||||
01. 09. 2000 |
Einstellung des Fragebogens auf unserer Schulhomepage (mit dem Logo und dem von uns gewählten hässlichen blutorangenen Hintergrund), die erhobenen Daten werden auf einem Paderborner Server gesammelt. Abends haben wir schon rund Hundert Antworten, die wir ohne weitere Tipparbeit direkt in unser Statistikprogramm einlesen und auswerten können. Wir haben einen ersten Eindruck. | ||||||
2. Projekt- |
Das Asien Pazifik
Institut in Hamburg fand unser Konzept der Behandlung des Themas: Gewalt
so überzeugend, dass es sich spontan als weiterer Projektpartner für
unsere Weiterarbeit zur Verfügung stellte. Gestern abend hatte Herr Pfeifer eine aktuelle Pressemeldung aus dem Internet gezogen. Sie besagte, dass ein Junge von gewalttätigen Jugendlichen in einen Klärteich mitsamt seinem Fahrrad gestoßen worden sei. Erst der Freund, der zufällig ein Handy dabei hatte, konnte Hilfe herbeirufen. Am 9.9.00 meldete dann die Tagespresse in Dortmund, dass diese Geschichte frei erfunden war. Der Junge war aus eigenem Verschulden in den Klärteich gefallen und wegen seiner Angst vor elterlicher Strafe hatte er diese Geschichte erfunden. Wir wollen diesen Vorgang nicht kommentieren! Wir haben die beiden Artikel an den Anfang unserer Berichte zu eigenen Erfahrungen mit Gewalt gestellt! Die sind allerdings wahr! |
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05. 09. 2000 |
Wir sichten alle eingegangenen
Daten (jetzt schon 180 Sätze!) und erhalten ein erstes Meinungsbild.
Einer hat den gleichen Fragebogen 27 Mal abgeschickt. Ist das nicht auch
eine Form von Gewalt? Das können wir aber in unserem Statistikprogramm
korrigieren. Ein/e BeantworterIn will Hundert ein Anderer zwei Jahre alt
gewesen sein, auch die haben wir heraus geschmissen. Nun müssen wir
uns so langsam um die Gestaltung des Internetauftritts Gedanken machen. Erste
Entwürfe für die Internetseiten werden diskutiert. Anmeldung beim Projektbüro (Europäisches Zentrum für Medienkompetenz) in Marl. Während der Projektwoche werden wir die Befragungsergebnisse und deren Interpretation mit den beiden Projektpartnern erarbeiten und anschließend die Diskussionsergebnisse für das Internet aufbereiten. Wir wollen auf jeden Fall mit besonders aggressiven Farben (im Sinne von Gewalt!) arbeiten. |
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07. 09. 2000 |
Wir zählen nunmehr 207 gültige Datensätze! | ||||||
09. 09. 2000 |
An diesem Wochenende haben wir noch einmal eine Menge von Wörtern gesammelt, die von ihrer Bedeutung her Gewalt verhindern, beeinflussen, abschwächen oder erst gar nicht aufkommen lassen sollen. Wir haben auch ein paar geschichtliche Begriffe, die uns erwähnenswert schienen, eingefügt. Die positiven Begriffe, die Gewalt verhindern können, stehen in unserem Gewalt-ABC direkt alternativ zu den negativ belegten Gewaltwörtern. Herr Pfeifer hat auch eine Menge von Wörtern dazu beigetragen. Nein, ein Lexikon brauchten wir nicht, denn fast alle diese Begriffe, positiv wie negativ, die wir gefunden haben, findet man, wie wir nachträglich festgestellt haben, mindestens einmal in der Woche in den Zeitungen oder in den anderen Medien. | ||||||
11. 09. 2000 |
Wir haben gezählt,
es sind derzeit ca. 1200 Stichworte, die wir zu "Gewalt" und "Gegen Gewalt"
gefunden haben. Da werden noch ein paar hinzukommen. Oder noch besser: Bitte
schickt uns einige wichtige fehlende Worte, die in unsere Aufzählung
passen, an die folgende e-mail-Adresse:
Heute morgen haben wir wieder
den Server abgefragt: wir zählen jetzt 300 - von insgesamt 357 eingegangenen
- als gültige Datensätze! Damit können wir sicher gehen, einen
genügend großen repräsentativen Querschnitt zu erreichen.
Dadurch könnten wir schon für etwa 25 bis 40% der jugendlichen
Gesamtbevölkerung sprechen. Aber sicher werden regionale und soziale
Unterschiede nicht in unsere Befragung eingehen können. Woher die Antworten
kommen, können wir mit unserem Programm nicht auslesen, Namen auch nicht.
Es gibt schließlich ein Datenschutzgesetz, dem wir uns in besonderer
Weise unterwerfen wollen. Allerdings wissen wir, dass die meisten Antworten
von Schülern unserer Schule kommen. |
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12. 09. 2000 |
Korrektur aller bis jetzt entstandenen HTML-Seiten. Man kann aber nicht behaupten, dass wir fehlerlos sein werden! Wir finden immer noch neue Begriffe für unser Gewalt-ABC! Wir entschieden, dass auch "Big Brother" und das "Inselduell" dazu gehören müssten. | ||||||
14. 09. 2000 |
Korrekturen am Seitenlayout,
da gab es noch etwas zu verbessern! Bis zum Wochenende werden wir die Befragung
noch im Internet offen halten. Dann werden wir die Grafiken, die sich aus
den Daten ergeben, erstellen. Herr Pfeifer hat heute die örtliche Presse angefaxt und um Veröffentlichung des Links zum Gewalt-Fragebogen gebeten. Wir erhoffen uns davon, dass wir nicht nur noch mehr Antworten bekommen, sondern auch von anderen Schulformen. Wir haben jetzt schon festgestellt, dass unsere Befragung doch sehr realschullastig ist!
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15. 09. 2000 |
Nach einem großen Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 14.9.00, auf den Herr Pfeifer uns hinwies, beschlossen wir auch eine Liste von Gewaltopfern mit tödlichem Ausgang zusammen zu stellen. | ||||||
18. 09. 2000 |
Heute morgen haben wir den
Fragebogen vom Netz genommen. Es sind nun 331 verwertbare Fragebögen
eingegangen. Unser Gewalt-ABC ist über das Wochenende nochmals dramatisch
angeschwollen, es sind jetzt rund 2100 Stichwörter! Die Medien im Lande betreiben unter http://www.NetzGegenRechts.de eine Initiative, die wir auf unserer Projektseite verlinkt haben! Wir erstellen nun die ersten Statistik-Grafiken und kommentieren sie. |
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19. 09. 2000 |
Statistik-Grafiken erstellen und kommentieren. | ||||||
21. 09. 2000 |
Statistik-Grafiken erstellen und kommentieren. | ||||||
22. 09. 2000 |
Mit vielen anderen Schulen haben wir einen SAT-Receiver für Daten- und Audioempfang gewonnen. | ||||||
25. 09. 2000 |
Während dieser Woche erfahren wir von der bundesweiten Aktion "Gesicht zeigen" und entwickeln eine eigene Seite dazu. Herr Pfeifer verspricht auf "Gesichtsjagd" zu gehen. |
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16.,17. und 19. 10. 2000 |
Erstellung der Analysen und Aufbereitung für das Internet | ||||||
23.,24. und 26. 10. 2000 |
Erstellung der Analysen und Aufbereitung für das Internet | ||||||
31. 10. 2000 |
Endgültige Abgabe des Projekttagebuchs | ||||||
15. 11. 2000 |
Wir werden wegen unserer Homepage (Zitat: "...grafisch gut aufbereitet und inhaltlich ansprechend...") zur Schule der Woche durch den Verein "Schulen an's Netz" gekürt | ||||||
16. 11. 2000 |
Heute erfahren wir, dass wir mit unserem Projekt einen Preis bei den Netd@ys 2000 gewonnen haben. Welcher Preis das ist erfahren wir allerdings erst am 16. 12. 2000 in Düsseldorf. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des nordrhein- westfälischen Ministerpräsidenten Clement. Wir dürfen leider nur mit 10 SchülerInnen daran teilnehmen. Wir haben gelost! | ||||||
29. 11. 2000 |
Lobende
Erwähnung: Schulen gegen rechte Gewalt Dass man mit Engagement auch Preise gewinnen kann, zeigt die Max-Born-Realschule in Dortmund. In ihrem Internet-Projekt "Gewalt" haben sich die Schüler ausführlich mit vielen Fragestellungen zur Thematik befasst und eine höchst informative Seite zusammengestellt. Dabei unterstützen sie auch Gesicht Zeigen!, worauf wir natürlich sehr stolz sind. Auf der Seite kann man u.a. sein Foto veröffentlichen lassen und so im wahrsten Sinne des Wortes Gesicht zeigen'. Auch bei den diesjährigen Netdays fand die Seite sehr viel Anklang und gewann einen Preis! Die Adresse zum Projekt lautet www.do.nw.schule.de/mbr/. |
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16. 12. 2000 |
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28. 06. 2001 |
Frau Susanne Wankell, eine
Radioreporterin aus Köln interviewt uns. Zitat: "Ich habe den Auftrag für das deutsche Hörfunkprogramm der Deutschen Welle ein Feature zu machen zum Thema Gewalt und Fernsehen. Ich habe es "Kein Tag ohne Fernsehleiche - was die Gewalt in den Medien mit den Menschen macht." genannt.
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18. 08. 2001 |
Kein Tag ohne
Fernsehleiche Über den Zusammenhang zwischen Medienkonsum und Gewalt Das Thema Gewaltdarstellung im Fernsehen und ihre Wirkung auf die Zuschauer beschäftigt Medienwissenschaftler und Jugendschützer seit Beginn des Fernsehens. Doch bis heute ist es nicht gelungen, einen eindeutigen und nachvollziehbaren Zusammenhang zwischen dem Konsum von Fernsehprogrammen und dem Verhalten der Zuschauer herzustellen. Der Medienpädagoge Werner Glogauer, der davon ausgeht, dass ein nachhaltiger Konsum gewaltverherrlichender Fernsehprogramme Verhaltensänderungen auslöst, steht mit seiner Position allein. Seine Mediengutachten vor Gericht sind umstritten, da sie die Interpretation zulassen, Mediengewalt könne Aggressivität und Verbrechen rechtfertigen.
(1,5 MB) |
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