Gedenken zum Tag der Bücherverbrennung 10. Mai 1933    

 
Plakette Schule ohne Rassismus       Schmerzkörper - Verbrannte Haut

Das Logo aller Dortmunder Realschulen

 

 

 
making of
 
Gesamtprojekt

Homepage


  
 
  
  
  

       
 

 
 
 
 
 
 
Leib und Seele
Die arme Seele spricht zum Leibe:
Ich lass nicht ab von dir, ich bleibe
Bei dir- Ich will mit dir versinken
In Tod und Nacht, Vernichtung trinken!
Du warst ja stets mein zweites Ich,
Das liebevoll umschlungen mich,
Als wie ein Festkleid von Satin,
Gefüttert weich mit Hermelin-
Weh mir! Jetzt soll ich gleichsam nackt,
Ganz ohne Körper, ganz abstrakt,
Hinlungern als ein selges Nichts
Dort oben in dem Reich des Lichts,
In jenen kalten Himmelshallen,
Wo schweigend die Ewigkeiten wallen
Und mich angähnen- sie klappern dabei
Langweilig mit ihren Pantoffeln von Blei
O das ist grauenhaft, o bleib,
Bleib bei mir, du geliebter Leib!

     

 

 

Durch das Gedicht "Leib und Seele" von Heinrich Heine sind wir auf das Thema "Schmerzkörper" gekommen.

Leib und Seele stehen in einer wechselseitigen Beziehung:

Was dem Körper geschieht, wirkt sich auf die Seele aus.
 
Was die Seele bewegt, wird in der Körperhaltung sichtbar.


Wir haben uns die Abbildungen von Magdalene Abakanowicz (geb. 1930 in Polen) angesehen.
Ihre Plastiken drücken Leid und Schmerz aus.


   

In Menschenköpfe eingeschnittene Davidsterne geben
Anhaltspunkte über das Leiden der NS- Opfer.

  • "Gleich bei der Ankunft im Lager Immatrikulation durch Tätowierung auf dem linken Unterarm"
  • "Man brannte mir eine Ziffer mit einem glühenden Eisen ein"
  • "Die Kinder und sogar die Säuglinge wurden tätowiert. Bei der Ankunft im Lager fanden die Russen einen zwei Wochen alten Säugling mit einer Matrikelnummer"
  • Wir waren keine Persönlichkeiten mehr, wir wurden eine Nummer" 

Quelle:
Stephan Oettermann - Zeichen auf der Haut

 


Für unser Projekt "Schmerzkörper" haben wir uns überlegt,
wie wir in unseren Körpern Schmerz ausdrücken könnten.
Als Ergebnis unseres Projekts stellen wir leidende und kranke Körper aus.
Der Körper spricht seine eigene Sprache.
Die Körperhaltung macht den Schmerz sichtbar